Endspiel in Westerlo als Geschenk für die Mannschaft

Ausgesprochen locker und gut gelaunt ist KAS-Trainer Tintin Márquez López zur Pressekonferenz vor dem Saisonfinale in Westerlo angetreten. „Dass wir mit unserem jungen Team am letzten Spieltag der Meisterschaft im direkten Vergleich zwischen den besten Mannschaften der Belgacom League um den Titel kämpfen, ist ein Geschenk für den ganzen Verein: Für die Trainercrew, für alle Mitarbeiter und die Fans, ganz besonders aber für die Spieler, die sich dieses Finale erarbeitet und verdient haben.“

Gute Trainingswoche

Bei der Vorbereitung auf die Begegnung zwischen Tabellenführer KVC Westerlo(75 Punkte) und seinem Herausforderer KAS Eupen(74 Punkte) hat die Trainercrew auf die bewährten Abläufe gesetzt.  „Wir hatten eine intensive und gute Trainingswoche. Die Spieler stehen nicht unter Druck und sind nicht nervös“ sagte der Trainer den Journalisten. Scherzhaft fügte er hinzu: „Nervös sind sie vielleicht, wenn sie zu Hause sind, aber auf dem Platz, wissen sie, was ihre Aufgabe ist.“ Bis auf die verletzten Anthony Bassey und Ntuthuko Radebe sind alle KAS-Spieler topfit und einsatzbereit. Erst nach der letzten Trainingseinheit am Samstag wird der KAS-Trainer seinen Kader für das Spiel in Westerlo benennen.

1000 Fans reisen mit

Die Abfahrt des Mannschaftsbusses erfolgt Sonntagvormittag. Wenig später dürfte sich die beeindruckende Eupener Kolonne mit Fanbussen und PKWs auf den Weg machen in Richtung Westerlo. Nur 1000 KAS-Fans hatten das Glück, ein Ticket für die Begegnung des 34. Spieltages in Westerlo zu ergattern. Für die daheim Gebliebenen bieten jedoch die TV-Übertragung bei Belgacom-TV sowie das Public Viewing am Clown-Denkmal Gelegenheit, nichts zu verpassen und das Geschehen live mitzuerleben.

Mit gewohnter Taktik auf Sieg

Über die mögliche Mannschaftsaufstellung und die geplante Taktik gab Bartolomé Márquez López bei seiner Pressekonferenz keine Einzelheiten preis, er kündigte jedoch an, „auch in Westerlo wie gewohnt ‚auf Sieg‘ spielen zu wollen.“ Dass die KAS Eupen bei einem Punkt Rückstand nicht auf Unentschieden spielen kann, ist in den Augen des Trainers weder ein Vor- noch ein Nachteil. „Wir wollen immer gewinnen“. Mit großem Respekt sprach Tintin Márquez vom KVC Westerlo: „Da brauchen wir uns nur die Tabelle anzuschauen, die haben noch einen Punkt mehr als wir und verfügen mit dem Stürmerduo Koffi-Macdonald über einen ähnlich starken Angriff wie die KAS Eupen mit Michael Lallemand, Nils Schouterden und Florian Taulemesse.

Spanischer Coach mit belgischem Spitznamen

Auf die Aussage von Westerlo-Trainer Dennis van Wijk über die belgische Prägung seines Clubs, wollte der Eupener Trainer bei einer entsprechenden Frage eines Journalisten nicht näher eingehen. „Das gehört zur üblichen Kontroverse vor einem solchen Spiel. Eine solche Ausländerdiskussion macht keinen Sinn: Welche Nationalität haben denn Koffi und Macdonald? Obendrein: mein Spitzname ist ‚Tintin‘, und der ist doch Belgier!.“