KAS Eupen präsentiert sieben Neuzugänge

Das dürfte es im Pressesaal der KAS Eupen bislang selten gegeben haben: Gleich sieben neue Transferspieler konnte KAS-Generaldirektor Christoph Henkel den Journalisten am Dienstagnachmittag offiziell vorstellen. Ein Beweis für intensive Transfergespräche, die in den letzten Tagen erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Premiere auch für die Besucher dieser Homepage: Die neuen Spieler im Trikot der KAS Eupen präsentieren sich den Fans zum ersten Mal mit einer kurzen VIDEOBOTSCHAFT. Eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen noch vor dem ersten Testspiel am Samstag gegen die U21 des 1. FC Köln.

Nachdem der neue französische Stürmer Nicolas Verdier bereits vor einer Woche vorgestellt wurde, ist seit dem letzten Donnerstag auch das Trio von der Aspire Academy mit Souleymane Aw, Abdul Manaf Nurudeen sowie Carlos Martinez Castro komplett und die drei 18-Jährigen stellten sich vor.

Carlos Martinez Castro (Verteidiger aus Costa Rica): „Vor zweieinhalb Jahren kam ich aus Costa Rica zur Aspire Academy nach Senegal, das war für mich nicht leicht, weil es meine erste große Reise war. Jetzt habe ich den nächsten Schritt getan und bin nach Europa gekommen, um hier als Profi zu spielen. Ich bin sehr froh, dass ich mit der KAS Eupen die erste belgische Division kennen lerne. In meinem neuen Umfeld fühle ich mich wohl, Eupen ist eine schöne und ruhige Stadt, ich habe gute Trainer und sehr angenehme Mannschaftskollegen. Ich bin rechter Verteidiger und meine Aufgabe liegt im defensiven Bereich, aber ich bin laufstark und rücke auch gerne mit auf nach vorne.“

Manaf Nurudeen (Torwart aus Ghana): „Der Weg von meinem Heimatland Ghana über die Aspire Academy zur KAS Eupen war nicht leicht. Zunächst musste ich mich beim Testtraining gegen viele Tausend Spieler durchsetzen, um überhaupt in die Academy aufgenommen zu werden. Dort mussten wir uns dann an unser neues Umfeld gewöhnen mit verschiedenen Trainern und vielen Sprachen, die ich bis dahin nicht kannte. Aber wir haben gelernt, hart zu arbeiten und jeden Tag alles zu geben. Jetzt ich bin sehr froh, dass ich bei der KAS Eupen spielen kann. Sowohl im Club als auch in der Stadt sind wir sehr herzlich empfangen worden. Mein sportliches Ziel ist es, so viele Clean Sheets wie eben möglich zu schaffen und damit der Mannschaft zu helfen.“

Soulaymane Aw (Verteidiger aus Senegal): „Für mich ist es eine große Freude, für die KAS Eupen zu spielen. Ich werde mein bestes geben für den Club. Mir gefällt die intensive Spielweise der KAS Eupen und ich hoffe, dass ich hier sehr viel lernen werde.“

Mit dem linken Außenverteidiger Abdulkarim Hassan Fadlalla, der von Al Sadd SC zur KAS Eupen kam, und Jordan Lotiès von Dijon FCO präsentierten sich anschließend zwei Fußballprofis, die im Laufe ihrer Karriere internationale Erfahrung sammeln konnten.

Jordan Lotiès (Französischer Innenverteidiger): „Für mich war es eine Überraschung ein Angebot von einem belgischen Erstliga-Club zu bekommen. Nachdem ich bereits in Frankreich und in Spanien die höchste Spielklasse kennen gelernt habe, ist das für mich eine neue Herausforderung. Eupen ist ein ambitionierter Club und ich hoffe, meinem Verein helfen zu können und will meine Erfahrung einzubringen, damit Eupen seine Ziele erreichen und guten Fußball spielen kann. Dass sich die KAS Eupen mit seiner spanischen Trainercrew am spanischen Fußball orientiert, hat bei meiner Entscheidung zugunsten der KAS Eupen sicherlich eine Rolle gespielt. Ich hoffe, dass wir so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern können, damit wir uns danach neue Ziele setzen können. Ich habe gehört, dass es hier in Belgien ein Play Off-System gibt, warum sollte man da nicht versuchen, in die Top 6 zu kommen?“

Abdulkarim Hassan Fadlalla (Linker Verteidiger aus Katar): „In  Katar habe ich für einen sehr guten Verein der höchsten Liga gespielt, jetzt bin ich froh, mit der KAS Eupen den europäischen Fußball zu entdecken. Ich weiß, dass die KAS Eupen guten Fußball spielt und gute Spieler herausbringt. Ich hoffe  dem Club dabei helfen zu können, sich weiter zu entwickeln und demnächst auch höhere Klassierungen zu erreichen. Als linker Verteidiger möchte ich nicht nur Tore verhindern, sondern auch mit dazu beitragen, dass wir Tore schießen. In den ersten Trainingseinheiten habe den Fußball kennen gelernt, der hier gespielt wird und ich muss sagen, die spanische Spielweise gefällt mir und es sind auch viele gute Spieler hier.“

Zum Abschluss der Pressekonferenz stellte die KAS Eupen die beiden belgischen Neuzugänge Mickäel Tirpan und Nils Schouterden vor, die am Wochenende verpflichtet werden konnten.

Nils Schouterden (Belgischer Mittelfeldspieler): „Ich habe ja 2013-2014 in der zweiten Liga schon eine Saison für die KAS Eupen bestritten und habe festgestellt, dass die Mannschaft inzwischen viel stärker aufgestellt ist. Außerdem hat sich das ganze Umfeld professionalisiert und ein Spieler wie Luis Garcia, das ist einer, der die anderen mitreißt und die jungen Leute anspornt, all das ist sehr wichtig. Auch ich habe mich in der Zwischenzeit weiter entwickelt und habe mehr Erfahrung, die möchte ich natürlich auch in das Spiel mit einbringen. Ich hoffe, dass wir möglichst früh die Punkte einfahren, die wir zum Klassenerhalt nötig haben, damit wir uns dann neue Ziele setzen können. Wenn du nämlich einmal bei den Top 8 bist, dann geht auf dem Feld vieles leichter, und warum sollte die KAS Eupen es nicht schaffen die Saison zwischen dem 6. und 10. Platz zu beenden. In meinen Augen müsste das möglich sein.“

Mickaäl Tirpan (Belgischer Verteidiger und Mittelfeldspieler): „Als mein Berater mir vom Interesse der KAS Eupen an meiner Verpflichtung berichtete war ich sehr froh und ich habe ihm gleich grünes Licht gegeben. Ich kenne den Verein aus Zeiten sowohl der D2 als auch der D1 und weiß, dass Eupen einen sehr guten Fußball spielt. Deshalb war ich auch von Beginn an begeistert von dem Angebot und musste nicht lange nachdenken, weil das auch für mich ein gutes Umfeld ist, um mich noch weiter zu entwickeln. Ob der Coach mich jetzt als rechten Verteidiger, oder im Mittelfeld einsetzt, das bleibt abzuwarten und ist mir auch gleich. Ich spiele da, wo ich gebraucht werde. Ich bin jetzt seit zwei Tagen hier und habe gleich gespürt, wie intensiv das Training hier abläuft, das gefällt mir.“