Nachbesserungen beim Ticketing

Nach der gelungenen Heimpremiere mit dem 4:2-Sieg über Roeselare hat die KAS Eupen das Spiel nicht allein aus sportlicher Perspektive sondern auch aus Sicht der Abläufe im Stadion analysiert. Für das nächste Heimspiel am Samstag, dem 7. September um 20.00 Uhr gegen den KFC Dessel Sport will die KAS Eupen einen verbesserten Service vor allem beim Ticketing anbieten. Dies kündigte KAS-Generaldirektor Christoph Henkel in einem Interview an.

2174 Zuschauer haben im Kehrweg-Stadion den 4:2-Sieg der KAS Eupen über Roeselare miterlebt. Nach der langen Sommerpause war das erste Heimspiel auch organisatorisch eine Herausforderung, wie fällt die Bilanz aus?

Wir sind natürlich hocherfreut über einen so gelungenen Saisonauftakt im Kehrweg-Stadion. Mit Ausnahme des Gastspiels vom FC Antwerpen in der letzen Saison, der mit zahlreichen Anhängern anreiste, war dies der zweitbeste Publikumszuspruch seit Beginn der Saison 2012-13. Gemeinsam mit unseren Zuschauern haben wir einen tollen Fußballnachmittag erlebt. Dazu haben die Stadt Eupen, die TILIA, die Polizei, die Sicherheitsdienste, das Rote Kreuz, viele freiwillige Helfer aber auch die Fanclubs und alle Zuschauer, die die KAS Eupen angefeuert haben, ihren Beitrag geleistet. Nicht zuletzt hat natürlich unsere Mannschaft mit 4 tollen Toren und 3 Punkten die Stimmung beflügelt.

Durch den großen Andrang ca. 15 min vor Spielbeginn kam es jedoch auch zu Engpässen am Eingang Schönefeld. Dadurch konnten einige Zuschauer erst verspätet ins Stadion. Das tut uns sehr leid. Ich möchte mich im Namen des Clubs für dieses Ärgernis entschuldigen. Wir sind gefordert, den Einlass so zu organisieren, dass alle pünktlich ins Stadion kommen können.

Wodurch ist die Situation entstanden?

Wir haben die Situation mit allen Beteiligten besprochen und analysiert. Wie fast immer gibt es mehrere Faktoren, die am Sonntag zu den Engpässen geführt haben. So gibt es grundsätzlich nur zwei Eingänge für das Stadion, viele Zuschauer kommen erst ab 15 min vor Spielbeginn, unser Ticketing – Programm lässt eine schnelle Bearbeitung von individuellen Wünschen nicht zu, die Ausschilderung ist möglicherweise nicht deutlich genug und am Spieltag war für den Andrang innerhalb von einer Viertelstunde zu wenig Personal im Einsatz.

Wie kann die KAS Eupen da für Abhilfe sorgen?

Kurzfristig werden wir durch erhöhten Personaleinsatz, einer verbesserten Ausschilderung sowie der Einrichtung eines Familienblocks für eine Verbesserung sorgen. Weiterhin bitten wir die Zuschauer die Möglichkeiten des Vorverkaufs stärker zu nutzen. So bald als möglich, werden wir neben den bekannten Vorverkaufszeiten im Ticket-Shop auch einen Online-Ticketverkauf anbieten.

Wir beschäftigen uns ebenfalls mit langfristigen Lösungen, wie zum Beispiel ein verbessertes Ticketsystem und bauliche Veränderungen am Eingangsbereich.

Im Bereich der Haupttribüne wurden den Besuchern zum Saisonauftakt erstmals der renovierte Business Club und eine neuen Lounge angeboten. Wie war da die Resonanz?

Mit über 120 Besuchern beim ersten Spiel in der neuen AS-Lounge haben wir schon unsere Kapazität nahezu erreicht. Das war sehr schön, auch wenn es durchaus eng wurde zum Essen. Eine Herausforderung, die wir gerne für die Zukunft annehmen und unser Konzept mit jedem Spiel weiterentwickeln und den Bedürfnissen und Wünschen unserer Gäste weiter anpassen können. Wir wollten einerseits das erfolgreiche Angebot der letzten Jahre beibehalten und mit dem Lounge Angebot ein Plus und mehr Flexibilität für die unterschiedlichen Interessen der Zuschauer schaffen. Dieser Weg scheint nach den Erfahrungen des ersten Spiels der Richtige zu sein.

Apropos ‚Anregungen‘, wie geht die KAS Eupen mit Verbesserungsvorschlägen und Kritik ihrer Fans um?

Konstruktive Kritik ist ein ganz wichtiges Element bei unserem Bestreben, den Service im Stadion weiter zu verbessern. Dazu gehört das offene Ohr für Kritik und Verbesserungsvorschläge. Vor diesem Hintergrund haben wir uns beispielsweise auch mit den Nachbarn des Kehrweg-Stadions getroffen, um deren Beeinträchtigung so niedrig wie möglich zu halten und die Richtlinien für das Miteinander zu optimieren.