„Unsere neue Mannschaft muss noch zusammenwachsen“

Mit einer Ausbeute von 3 Punkten aus 6 Spielen fällt die Zwischenbilanz der KAS Eupen nach dem ersten Fünftel der Meisterschaft ernüchternd aus. „Es ist klar, dass wir uns mehr erhofft haben und die Niederlagen an den Nerven zehren“ sagt KAS-Mannschaftskapitän Luis Garcia im Interview mit dem AS-Journal. „Doch es hilft nichts, wir müssen weiter hart arbeiten, denn es noch nicht zu spät um zu reagieren. Was wir jetzt brauchen, das sind Punkte und damit Erfolgserlebnisse. Das wird unser Selbstvertrauen stärken und dann wird man auch erkennen, dass unsere Mannschaft stärker ist als in der letzten Saison.“

Wie beurteilen sie nach nunmehr sechs Spielen das Abschneiden der KAS Eupen in dieser Meisterschaft?

Ganz klar haben wir unsere eigenen Erwartungen bislang nicht ganz erfüllen können, denn wir hatten uns schon ein paar Punkte mehr erhofft. Doch es ist nicht einfach, gleich 14 neue Spieler in den Kader und die Mannschaft zu integrieren, das muss alles zusammenwachsen und das wiederum braucht seine Zeit. Außerdem haben wir zu spüren bekommen, dass das zweite Jahr eines Aufsteigers immer ein schwieriges Jahr ist. Alle Gegner kennen uns und unsere Art Fußball zu spielen und haben sich darauf eingestellt. Nicht zuletzt haben uns auch unsere katarischen Nationalspieler gefehlt, denn es ist klar, dass Akram Afif und Abdulkarim Fadlalla dem Team eine zusätzliche Qualität verleihen.

Wie lang kann das denn erfahrungsgemäß noch dauern, bis dieses neue Team sich gefunden hat und das Zusammenspiel optimal funktioniert? 

Das weißt du im Fußball nie, doch ich hoffe, dass wir das so schnell wie möglich schaffen und schon bald in der Lage sind, unsere Spiele zu gewinnen. Je früher uns das gelingt, umso leichter wird es, weitere Punkte einzufahren und auch mal eine kleine Serie hinbekommen, weil wir dann ruhiger und mit Selbstvertrauen antreten werden. Dafür müssen hart arbeiten, denn die Meisterschaft geht weiter und die Konkurrenz wartet nicht auf uns.

Bleiben Sie zuversichtlich für den Rest der Saison? 

Ja, auf jeden Fall. Denn wir haben in meinen Augen eine bessere Mannschaft als im letzten Jahr. Natürlich hatten wir in der letzten Saison zwei Spieler, die viele Tore gemacht haben, doch jetzt haben wir eine ausgeglichenere Mannschaft. Das Potential müssen wir nutzen, und so bald wie möglich Punkte einfahren.

Das nächste große Spiel steht für Sonntagabend bevor, wenn Standard Lüttich nach Eupen kommt. Für die Fans ist das ein ganz besonderes Spiel, für die Spieler auch? 

Ganz sicher ist das auch für uns Spieler eine Partie, auf das wir uns besonders freuen. Ich persönlich spiele sehr gerne gegen Standard, weil da viele Zuschauer im Stadion sein werden und eine  tolle Stimmung herrschen wird. Standard hatte einen schlechten Saisonstart, genau wie wir auch, und ich hoffe, dass wir das Spiel gewinnen können, weil wir im eigenen Stadion spielen und unseren Fans ein gutes Spiel bieten möchten.

Ihr Vertrag läuft zum Ende der Saison aus, sehen Sie die Chance ihre Karriere weiter zu verlängern und auch im kommenden Jahr für die KAS Eupen zu spielen? 

Klar, kann ich mir das vorstellen, denn für mich ist der Fußball nicht nur mein Beruf sondern auch meine Leidenschaft und ich möchte so lange spielen, wie es geht. Momentan fühle ich mich gut und wenn ich auch in Zukunft vor Verletzungen bewahrt bleibe, dann möchte ich auch weiter spielen, sehr gerne bei der KAS Eupen.